Ernährungsirrtümer

KETO MEDIZIN

Ernährungsirrtümer

Immer mehr Wissenschaftler stellen die offiziellen Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Frage. Insbesondere in Bezug auf gesättigte Fette wurden Statistiken gefälscht, Wissenschaftler gekauft und die wirtschaftlichen Interessen der Lebensmittelindustrie gefördert. Insbesondere die Zucker-Lobby trägt viel dazu bei, dass kohlenhydratreiche Ernährung weiterhin beworben und Fett allgemein schlecht geredet wird. Industrie gesponserte Studien sind daher mit höchster Vorsicht zu betrachten und viel differenzierter zu bewerten, als es die öffentlichen Medien derzeit tun.

Ölwechsel in der Küche

Die gängige fettarme, kohlenhydratreiche Ernährung der letzten 40 Jahre wird durch neue Studien widerlegt. Eine kohlenhydratreduzierte Ernährung, ergänzt durch die richtigen Fette, wird nun empfohlen, da sie gesundheitsfördernde Aspekte bietet. Aufgrund des Mangels an Omega-3-Fettsäuren, vor allem durch einen geringen Fischkonsum, empfiehlt sich der Verzehr von fettem Seefisch oder die Einnahme von Omega-3-Ölen als Nahrungsergänzung. Olivenöl sowie Nuss- und Leinöl eignen sich gut für Salate, während Distel-, Sonnenblumen-, Soja- und Maisöl aufgrund ihres hohen Omega-6-Gehalts weniger empfehlenswert sind. Rapsöl sollte nur in seiner nativen, biologischen Form verwendet werden, da es laut EFSA gesundheitsbedenklich sein kann und Mineralölrückstände enthalten kann. Transfettsäuren, die ungesundesten Fettsäuren, entstehen beim scharfen Anbraten und bei industrieller Verarbeitung von Lebensmitteln und sollten vermieden werden.

Kokosöl soll giftig sein?

Es besteht zu 90% aus gesättigten Fettsäuren. Der Körper braucht gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, denn sie haben alle verschiedene wichtige Aufgaben. Kokosöl ist weder giftig noch ein Heilmittel. Sein Vorteil ist die Oxdationsstabilität beim Braten insbesondere bei hohen Temperaturen. Erste Fallberichte und kleine Studien zeigen positive Wirkung bei Alzheimer. Im Rahmen ketogener Diäten kann Kokosöl ebenso wie bei Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Krebs, neurologischen Erkrankungen und Fettleber aufgrund des hohen MCT-Gehalts sehr unterstützend sein und zu einer entzündungsmindernden Ketonenkörperbildung beitragen. Wir empfehlen Kokosöl daher in diesem Rahmen zum Anbraten neben Butterschmalz und Ghee und bevorzugen es gegenüber Rapsöl und anderen Ölen zum Braten.

Gesättigte Fettsäuren schädigen die Herzkranzgefäße?

Die American Heart Association (AHA) empfahl vor 50 Jahren, die Zufuhr gesättigter Fettsäuren zu senken, basierend auf einer hypothetischen Annahme mit schwacher Evidenz. Aktuelle Studien der letzten 20 Jahre widerlegen diesen Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Gegenteil verbessern sich metabolische Marker wie Lipide, Insulin, Entzündungswerte und Blutdruck bei einer fettreichen Ernährung mit gesättigten Fettsäuren. Eine vermehrte Zufuhr mehrfach ungesättigter Fettsäuren (PUFAs) aus industriellen Pflanzenölen wie Raps-, Distel-, Sonnenblumen-, Mais- und Sojaöl, wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen, kann hingegen oxidativen Stress und Entzündungen fördern. Natürliche Fette wie Butterschmalz, Kokosöl und Ghee sind zu bevorzugen, ebenso wie Omega-3-Fette DHA und EPA aus nativem, biologischem Olivenöl, die essenziell für Herz und Gehirn sind. Eine übermäßige Zufuhr von PUFAs kann zu einem Ungleichgewicht zwischen Omega-6- und Omega-3-Säuren führen und Entzündungsprozesse begünstigen, was das Risiko für chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs erhöht.

Zuckerspiegel konstant halten / 5 Mahlzeiten am Tag?

Dies ist längst widerlegt: hohe Zuckerspiegel fördern die Insulinresistenz und führen zu ernährungsabhängigen Erkrankungen.
Fasten/Intervallfasten/nächtliches Fasten (z. B. 16/8): Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dem Körper Essenspausen zu gönnen. In dieser Zeit wird im Körper „aufgeräumt“. Der Stoffwechsel arbeitet bei Essenpausen auf Hochtouren und braucht diese auch, um dabei wichtige Wachstums- und Reparaturhormone zu bilden. Dies wirkt im Körper wie eine Art Re-Set: Die Ketonenkörper, die während Essenspausen gebildet werden, wirken stark antientzündlich und dienen als Ersatznährstoffe für Zucker. Evolutionsbiologisch scheinen wir genauso wie auf Nahrungszufuhr auch auf Nahrungsentzug gepolt zu sein.

2-3 Mahlzeiten am Tag sind völlig ausreichend und regelmäßiges Fasten sowohl eine hochwirksame Gesundheitsvorsorge als auch ein „königlicher Heilweg“ bei vielen Erkrankungen.

Ketogene Ernährung – jetzt doch Wurst und Fleisch in rauen Mengen?

In erster Linie ist ketogene Ernährung eine Ernährung, die auf eine sehr hohen Ration an (700gr bis 1 kg) Gemüse am Tag beruht. Ferner ist sie gekennzeichnet durch eine starke Einschränkung der Kohlehydrate mit Zufuhr von hochwertigen, gesunden Fetten. Die Betonung liegt dabei auf „hochwertige, gesunde Fette“, was Sie zugleich zu einer sehr schmackhaften Ernährung macht. Ketogene Ernährung ist sowohl zur Prävention ernährungsabhängiger Erkrankungen als auch zu deren Behandlungen begleitend sehr zu empfehlen. Aktuelle Studien belegen beeindruckende Erfolge sowohl in der Sportlerernährung als auch bei Autoimmunerkrankungen, Migräne, neurologische Erkrankungen, Diabetes, Krebs, Fettleber und als Klassiker beim Abnehmen. Sie sollte unter ärztlicher Anleitung durchgeführt werden und durch Laborkontrollen überprüft werden.